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Schon so
mancher Dichter oder Denker hat an Frauen kein gutes Haar gelassen, wenn
er sich im Allgemeinen zu ihnen äußerte. So etwa meinte Voltaire: "Die
Frau ist ein menschliches Wesen, das sich anzieht, schwatzt und sich
wieder auszieht." Und Hugues de Lamenais hielt sie für Wesen, die "als Blumen nur im Schatten ihren Duft
spenden". Goethe bezeichnete sie gar als rechte "Egoisten", weil "eine ruhige,
freie und absichtslose Beurteilung und Teilnahme ganz außer ihre Fähigkeiten falle." Und Nietzsche meinte, dass
der "Mann zum Weibe die Peitsche mitnehmen möge".
Bei soviel "guter Nachrede" fällt es
mir somit nicht
leicht, dennoch nach einem Weibe Ausschau zu halten. Folglich habe ich
mir einige Gedanken zu dem Thema durch den Kopf gehen lassen. Unstreitig leben wir in einer vom Mann dominierten Gesellschaft, was bereits die Auffassungen der vorgenannten Herren relativiert. Frauen können hier entweder als "Quasi-Mann" Karriere machen, in zweiter Reihe im Hintergrund wirken oder aber in ihrer klassischen Rolle im Haushalt schalten und walten. Die wesentlichen Ursachen für diese Arbeits- und Rollenzuweisungen sind überkommene Auffassungen, zudem biologische Gründe wie etwa die Gebärfähigkeit. Lebt eine Frau allerdings die ihr zugedachte Rolle nicht, zeigt sie sich unangepasst oder bricht gar aus, wird sie rasch gebrandmarkt (eine moderate Form der Hexenverfolgung). Vielleicht jedoch wären gerade unter den ausgegrenzten Damen solche, die die Fertigkeiten besäßen, voranzugehen und der Gesellschaft Wege in eine lebenswertere Zukunft aufzuzeigen. Doch zurück: Besehen wir uns nun die breite Masse der holden Weiblichkeit: Fehlende Einsichten in die Notwendigkeiten menschlicher Existenz, mangelhaftes Wissen um die eigenen Fähigkeiten sowie oftmals eine schlechte Ausbildung verhindern zumeist ein selbst gestaltetes und erfülltes Leben. (Männer betrifft dies zwar in ähnlicher Weise, doch bietet ihnen die Gesellschaft mehr Möglichkeiten.) Hinzu treten falsche Idealbilder sowie das Kopieren unsinniger Verhaltensmuster, die Ansätze einer Persönlichkeitsentwicklung bereits im Keim ersticken können. Angepasste Langweilerinnen finden sich daher allenthalben, Frauen, die dem Druck in Richtung alter Rollenmuster nachgegeben haben. Unsicherheiten, Selbstzweifel und Frustrationen sind deswegen Folgeerscheinungen, die ihren Ausdruck in allerlei Ausflüchten oder in unerfreulichen Verhaltensmustern finden können. So umgeben sich viele mit Haustieren, um ihren geschundenen Seelen Liebe und Zuwendung zukommen zu lassen. Und nicht wenige (natürlich nicht nur Frauen) fallen der Alkohol-, Drogen-, Nikotin-, Tabletten- oder sonst einer unseligen Sucht anheim. Die "modernen Frauen" entsprechen zwar damit nur noch bedingt den alten Klischees, doch attraktiver macht sie das auch nicht. Befremdend wirken andererseits Frauen, die sich in diesem Leben selbstgefällig eingerichtet haben, insbesondere wenn bei ihnen keine Anzeichen eines bestandenen Prozesses zur Erlangung eigener Weisheit zu entdecken sind. Woher gewinnen sie eigentlich ihr manches Mal als "geheimnisvoll" bezeichnetes Wesen, doch hoffentlich nicht allein aus ihrer Gebärfähigkeit heraus, dazu einem gut verdienenden Ehemann und der Gewissheit auf ein sorgenfreies Alter? Für tiefere Einsichten in das Leben bedarf es doch der DEMUT, bei Opfer-Schlüsselerlebnissen in Zusammenhang mit dem Tod sogar einer solchen in zweifacher Hinsicht. Selbst in sexuellen Schlüsselerlebnissen ist die DEMUT enthalten, wenn auch in Form der Demütigung in dem zugrunde liegenden Erlebnis selbst. Doch DEMUT kann ich beim besten Willen bei diesen "Weibern" nicht erkennen. Dies gilt natürlich - wieder einmal - für die holde Männlichkeit in ganz ähnlicher Weise. Großkopferte Manager und Politiker, Schaumschläger und Adelige hinterlassen bei mir oftmals einen ganz ähnlichen Eindruck besonderer Borniertheit. Wie aber sollte nun dann (m)eine Frau beschaffen sein? Über
Bildung sollte sie verfügen und über Herzensbildung. Darüber
hinaus möchte sie in allen Winkeln
recht gebaut sein, wobei mir eine hohe Meisterin näher als eine mittlere
Meisterin wäre, selbstverständlich eine mystische und keine Tabak
rauchende Schamanin. Besehen wir uns dazu (zur mittleren, mystischen
Meisterschaft) Buddhas Aussage: "Es
gibt keinen Täter, es gibt nur die Tat", könnte es nicht
nur an einem inneren Verständnis mit der mittleren Meisterin hapern,
sondern zudem unterschiedliche Auffassungen in punkto Verantwortung
geben. Da sich zudem nicht von vornherein abzeichnet, wohin "Die Reise
in die Seele" gehen könnte, mag es überdies eine "fertige" Meisterin
sein, die sich zu großen Aufgaben befähigt fühlt und sich der kleinen
nicht zu schade ist. (Ich mache nämlich die Hausarbeit nicht alleine!!) Wenn sie
dazu eigene Vorstellungen in meiner Person verwirklicht sieht und mich
deshalb als ihren Partner akzeptieren und tolerieren würde, sähe ich
darin eine gute Basis. Auf die Seite Presse/Aktuelles: Zurück |