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Nebenstehend abgebildetes Werk
enthält die beiden Versionen der Sage vom versunkenen Schloss aus Langenfeld
und stellt dazu gehörende Örtlichkeiten vor. Soweit sich die
Begebenheiten mit Bodenzeichnungen im Further Moor und/oder den Sandbergen in
Einklang bringen lassen, werden beide Berichte einer Auflösung zugeführt. Aus einer
Version heraus kann
jedenfalls der Tod einer Mystikerin dargestellt werden, deren Lebensgeschichte
möglicherweise eine Art Duplizität von Ereignissen überlagerte.
Das hier gezeigte Buch ist nicht mehr erhältlich. Restexemplare können
zum alten Preis von 9,90 EUR von mir bezogen werden.
Dazu bitte ich um eine Info mit Namen und Anschrift sowie der Anzahl der
Exemplare (Abgabe in begrenzter Menge) per Mail an die
Adresse: kontakt@ritter-pitter.de
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Das Nachfolgemodell beinhaltet
zugleich Märchenauflösungen:
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Die Märchenversion
Beginnen wir mit der Version,
die Fritz Hinrichs und Alfred Bremme in dem von ihnen verfaßten
Heimatkunde-Lesebuch „Land der Berge, Land der Heimat“ um 1950
aufzeichneten:
Die Eisenbahn von Opladen nach Düsseldorf führt kurz vor Immigrath durch ein
sumpfiges Waldgebiet. Eine Brücke, genannt die Knochenberger Brücke,
verbindet dort Langenfeld mit Leichlingen. In diesem Gebiet stand vor vielen
Jahren, so erzählt es die Sage, das Schloß Burggraben. Hier lebte einst ein
böser Raubritter. Seine Burg war von breiten, sumpfigen Wassergräben umgeben
und nur eine einzige Zugbrücke führte in das Innere. Diese konnte mit
starken Ketten hochgezogen werden. Der Ritter, seine Knappen und Knechte
waren arge Räuber und Wegelagerer, die im Gebüsch an der Straße, die von
Köln nach Düsseldorf führt, den reichen Kaufleuten mit ihren Warenzügen
auflauerten. Dort überfielen und beraubten sie die Durchreisenden. In einem
großen Keller des Schlosses befand sich die Schatzkammer des Ritters, in der
in Kisten und Fässern Gold, Silber und Edelsteine lagerten. Sein Reichtum
sei so groß gewesen, daß seine Töchter an den langen Winterabenden auf einem
goldenen Spinnrad die Wolle spannen, was sonst nur von Prinzessinnen
berichtet wird. Eines Tages raubte er aus einem benachbarten Dorfe eine
wunderschöne Jungfrau. Dieser gelang es aber, wieder aus dem Schlosse zu
entfliehen. Der Raub dann sollte die letzte Untat des Räubers gewesen sein,
denn noch in der gleichen Nacht brach ein gewaltiges Unwetter los. Unter
Donner und Krachen versank das Schloß mit allen Bewohnern in der Tiefe. Der
Ritter befand sich gerade, mit reicher Beute beladen, auf dem Heimweg.
Vergebens suchte er das Tor zu seiner Burg. Zornig ritt er immer tiefer in
den Sumpf hinein und versank gleichfalls mit allen seinen Begleitern. So
erhielt der Bösewicht seine gerechte Strafe. Später haben mutige Männer
versucht, an dieser Stelle nach den versunkenen Schätzen zu graben. Als sie
schon glaubten, den Schatzkeller erreicht zu haben, ertönte ein gewaltiger
Donnerschlag und die gegrabenen Gänge wurden wieder verschüttet. Nur in der
Johannisnacht soll man den Schatz heben können. Wehe aber, wenn die
Schatzsucher nicht vor Mitternacht ihr Werk vollendet haben! Sie werden von
den herabstürzenden Erdmassen begraben.
Die
Sagenversion
Heinz Müller erzählt die Sage
in seiner Betrachtung zu Flur und Ortsnamen in Langenfeld im Heimatkalender
1955 in einer weniger ausgeschmückten Version, die deshalb vielleicht die
Geschehnisse in der Nacht des Untergangs deutlicher wiedergibt: Ein früher in der Nähe der Bahnlinie Hilden - Opladen gelegener Sandhügel
von etwa 10 mal 10 m hat Veranlassung zu der Annahme gegeben, daß dort
möglicherweise eine Burg gestanden hat.
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Eine Sage hat sich daher der Gegend
bemächtigt, es wird erzählt, eine „stolze Ritterburg“ habe dort gestanden.
Der Besitzer, ein stolzer Raubritter, sei der Schrecken der ganzen Gegend
gewesen. Um bei seinen Raubzügen Verfolgern entgehen zu können, hat er
seinem Pferd die Hufeisen umgekehrt unterschlagen lassen. Einst soll der
Ritter drüben, jenseits des Rheins eine Jungfrau aus vornehmen Hause geraubt
und diese in der Burg gefangen gehalten haben. Für diesen Frevel traf das Schloß und seine Bewohner dann aber die Strafe des Himmels. In einer dunklen
Gewitternacht, als der Ritter mit seinen Spießgesellen in lärmender
Tafelrunde zechte, versank es und mit ihm auch all die vielen geraubten
Schätze, unter anderem ein Faß mit Gold und ein goldenes Spinnrad. Gar oft
hat man in der Matthiasnacht versucht, die Schätze zu heben, aber immer
vergebens, denn es durfte bei der Schatzsuche nicht gesprochen werden. Einst
gruben mehrere Männer und eine Frau, als plötzlich das große Faß an ihnen
vorbeirollte. Vor Schreck schrien die Goldsucher auf und alles war
verschwunden. Ein anderes Mal sahen sich die Schatzsucher wieder nahe am
Ziel, als plötzlich ein heftiger Sturm einsetzte, der ihre Seelen mit Grauen
erfüllte. Von Angst geschüttelt, entflohen sie der unheimlichen Stelle. So
ruhen die Schätze wohl noch heute in der Tiefe.
Vertiefendes:
Märchen, Sagen,
Liedern und
Urkunden
Anmerkungen
zum
Schlüsselerlebnis "Vergewaltigung"
Zum schriftstellerischen Gesamtwerk |