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Streben nach Weisheit und Strukturen der
Erkenntnis
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Fragen und Antworten zum Thema, frei nach dem Motto: "Da stellen 'mer uns mal janz dumm!"
Der Sinn des Lebens besteht darin, seine Seele zu vervollkommnen. Hintergrund ist das Streben der von Gott geborenen Seele nach Rückvereinigung mit dem Göttlichen, sprich es geht allein um die Frage: Komme ich mit meiner Seele in den Himmel?
Indem man sich Klarheit über sich und sein Leben verschafft. Dazu muss man die Eckpunkte seines Lebens aufspüren und sich in diesen Erlebnissen selbst betrachten. Anders gesagt: Man muss die eigenen Schlüsselerlebnisse „auflösen“, denn in ihnen liegt die Beschwer der Seele. Beispiel: Wir alle kennen körperlich betrachtet, Herdplatte heiß, Finger verbrannt. Seelisch könnte eine solche "Initiation" etwa eine erlittene Kindesmisshandlung (Opfer) oder ein Mord (Täter) sein. Das sind natürlich Extrembeispiele, die aber klarmachen, was eine Beschwer der Seele oder ein Schlüsselerlebnis meint, nämlich Opfer oder Täter in einer nicht nur gewöhnlichen Lebenssituation zu sein.
Immer über Fragen an sich selbst, etwa: Warum passiert mir immer wieder Vergleichbares? Warum bewege ich mich immer nur im Kreise? Warum Gott, tatest Du mir dieses beschissene Leben an? Oder: Wie werde ich für meine Verfehlung (Mord, Kinderschändung) von Dir Gott bestraft?
Gedanken und Situationen kommen aus längst verdrängter Ecke hervor. Diese Erinnerungen und Gefühle sind von allen Seiten zu betrachten. Echte Leidenslast drückt dabei den Adepten nieder. Dennoch sind die Erlebnisse von allen Seiten zu studieren. Es ist dabei auch selbstverständlich gestattet, sich selbst zu beweinen. Weiter geht es übrigens erst nach fünf bis sechs Wochen Leidenslast mit einer Frage, deren Antwort man bereits kennt. Nach einer kurzen Pause wiederholt sich dann das Spektakel, welches insgesamt zwischen drei und fünf Jahren währen kann, jedoch dabei stetig in seiner Intensität abnimmt.
Drei Dinge werden es gewöhnlich sei: Erstens weiß man nachher, warum das eigene Leben so verlaufen ist, eventuell warum man in diese Familie, diese Situation hinein geboren wurde. Zweitens wird man mutmaßlich erfahren, ob die eigene Seele göttliche Aufnahme nach diesem Leben erfährt, oder aber man noch diverse Leben vor sich hat. Je nach Seelenentscheid (Mystik oder Schamanentum) darf man aber auch mit seiner Seele bewusst und gewollt bis an das Ende des Universums allein und einsam durch das Weltall streifen (etwa als beseelter Stein, wie bei den Aborigines Australiens). Drittens besteht für ein Opfer die Möglichkeit, entweder etwas über die Welt oder aber über Gott zu erfahren. Dafür muss aber Mann/Frau die gefährliche „Reise in die (eigene) Seele“(-nwelt) auf sich nehmen. Kommen wir damit zur Grafik über den Auflösungsweg: Es beginnt mit wenigstens einem Schlüsselerlebnis, welches durch Leid aufgelöst wird in Selbsterkenntnis. Darauf folgt die
Frage an den Himmel nach dem
WARUM?
Zur Dreistufenlehre aus dem über 2500 Jahre alten Tao-te-king des Laotse: Laotse im 41. Spruch: „Hört ein hoher Meister von der Führerin des Alls, so wird er angeregt und handelt entsprechend. Hört ein mittlerer Meister von der Führerin des Alls, so nimmt er halb an, halb zweifelt er. Hört ein niederer Meister von der Führerin des Alls, so lacht er gewaltig darüber. Würde er nicht lachen, so wäre es auch nicht die eigentliche Führerin.“ Das sagt uns: Nicht jedes Erlebnis befähigt am Ende dazu, Gott zu schauen. Je nach Geschehen, je nachdem ob Täter oder Opfer, ist früher oder später Schluss. Nicht jeder erfährt alle Einsichten. Mystik bedeutet im Übrigen Hinwendung zu Gott, Schamanentum ist der Entscheid zur totalen Freiheit, aber auch zur Einsamkeit. Mit dieser „Meßlatte“ lassen sich nicht nur Schlüsselerlebnisse, sondern sogar die Religionen auflösen. Denn auch die Religionsstifter waren – MENSCHEN !
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